Geschichten: DiaryStories

Radreisen: Köln-Berlin Köln-Madrid

Diary

Seit einiger Zeit führe ich ein Fotografen-Tagebuch, in dem ich mich mit meiner Arbeit als Pressefotograf beschäftige. Grabe, um mich auf meinen Tag vorzubereiten, in meinem Archiv oder führe Nachbetrachtungen, schreibe Gedanken auf, wähle Bilder, die ich meine.

Und finde Metathemen, die aus Vorgegebenem entstehen, sich in eine eigene Richtung bewegen und den Zeitungslesern so selten präsentiert werden.

In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich auf dieser Seite Auszüge aus meinem Fotografen-Tagebuch.

 

Aschenplatz am Unteren Komar-Weg / 25.11.2015 (erschienen in: Kölnische Rundschau)

26.11.2015 / 4.50

Tor

Besichtigung Aschenplatz der DJK Süd-West


Kindheitserinnerung: Genau so stand ich auch immer da, nachdem die Mannschaft ausgelost wurde.

 

Richard Bargel im Imgrund-Interview am 01.12.2015 (erschienen in: Kölnische Rundschau)

01.12.2015 / 23.00

Interview mit Richard Bargel

flashback

...„Plenum“ - gut 45 Jahre her - sagenhafte Auftritte, unglaublich schwarze Röhre - stampfende Stiefel zum Rhythmus der Bottleneck-Guitar lassen den Staub aufwirbeln....

...Alt geworden suchen wir immer noch nach den unendlichen Möglichkeiten hinter dem Offensichtlichen.

 
 
 

09.05.2015 / 4.10

Wodka

Erinnerung an einen Zeitungsauftrag 


mach uns mal ´n schönes Foto über Wodka. Die knapp vorgetragene Anforderung impliziert „bis morgen“. Na klasse, „schön“ ist nicht mein Ding, mit Wodka habe ich als (fast) reiner Biertrinker keine Erfahrung und Werbefotos kann und will ich nicht.


Erst mal Erfahrung sammeln. Ich kenne mich; bei Schnaps werde ich ekelig, deshalb verlege ich das „Sammeln“ in meine Hinterhofwohnung. Bei „Keule“, der Alträucherin hab ich mir eine hübsche Flasche gekauft und in die schütte ich den Wodka rein. Stelle sie auf den Tisch, schau sie mir an - Nö, das wird nichts. Kurz und gut, ein Glas ist nicht weit, gefüllt ist es schnell und, nach anfänglichem Zögern, auch geleert. Doch das Motiv wird nicht eingängiger.

Nach und nach entgleitet mir der Auftrag; es ist ein lauer Frühlingsabend, durch die offenen Fenster dringt das Hinterhofleben hinein. Geschirr klappert, Kinderstimmen. Irgendwo streiten zwei wie die Kesselsflicker, der Brahmsliebhaber neben mir dreht auf und wird nach kurzer Zeit kollektiv zurechtgewiesen. 

Die ersten Lichter gehen an, hinter einigen Fenstern flickert das blaue Fernsehlicht und ganz unten gegenüber beginnen die beiden Lesben ihre alltägliche Nummer. Der Hof hört mit. Wie immer wage ich einen Blick, aber, wie immer ist nichts zu sehen. 

Rechts halb unten neben mir geht das Licht an. Lange elegante Beine lugen unter einem seidenen Etwas hervor. Die Bettdecke wird weggeschoben, die Beine, mehr sehe ich unter dem halb herabgelassenen Rollo nicht, legen sich aufs Bett, winkeln sich an, strecken sich, winkeln sich an, strecken sich in langsamen Rythmus, das Spiel der langen und kurzen Muskeln unter der glatten, leicht gebräunten Haut fasziniert mich. 

Das letzte Blau weicht der Dunkelheit; gelb bescheinen die Lichter den Hof, gehen hier aus, da wieder an, aus, an, aus, an – Klosettspülung – aus.aus.aus....

Weich grau-blau schwimmt das frühe Licht durchs Fensterkreuz auf den Tisch, die erste Zigarette im noch nicht geleerten Aschenbecher qualmt gemächlich; ich finde die Formen: ein Glas, eine Flasche, verschütter Schnaps; stelle zusammen; assoziiere „dicker Kopf“ – „klar sehen“ – „Blau“ – „Halbschlaf“ – „Licht“ – „Schatten“ – „Gestern?“ – „Wodka“.......

 

Wodka 1990 ist im Shop erhältlich

Wodka 1990 (erschienen in: Kölnische Rundschau)

 

Bouffon 1

Cirque Buffon „Circus-Weihnacht“-Premiere Köln 01.12.2011 (erschienen in: Kölnische Rundschau)

Bouffon 2

Cirque Buffon „Quilombo“-Premiere Köln 30.04.2015  (erschienen in:Kölnische Rundschau)

Birds 1 

Birds 2

 

30.04.15 / 1.00 Uhr

Terminvorbereitung für den kommenden Tag

Irgendwann in den 80ern sah ich zum ersten Mal Roncalli. 

Sie wissen, den kleinen grünen Mann, der sich falten konnte wie ein Stück Papier; sich selbst verschluckte, begleitet von zauberhaften Klängen, der Berge in dir versetzen konnte, getaucht in einen gleißenden Lichtkegel.

Der kleine Junge neben mir, dessen Augen immer größer wurden, die Hand gespannt in meiner vergraben, um sich schließlich zu lösen - schwebend im Traum einer anderen Welt und ich gleich mit. 

Immer wieder sind wir hingegangen, verzaubert für Stunden – träumten, lachten, weinten.

Dann habe ich das verloren.

Jetzt bin ich alt, und Bouffon, der Narr holte mir die Welt zurück. 


Wieder sitze ich gefesselt auf der harten Zirkusbank, träume wie die da vor mir, die mir den Traum spielen, mich mit hineinnehmen, mich versinken lassen in meinen eigenen Traum, in die Illusion, die ich bin – oder sie – oder sie und ich – oder... 

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01.05.2015 / 8.30

 

whish you were here

Aus tausend Bildern finde ich meins.





 
 
 
 
 
 

05.12.2016 

Talking Hands

Während eines Interviews mit Bernd Streitberger für die Kölnische Rundschau 



 
 

07.12.2016 

Talking Hands 

Während eines Bernd Imgrund-Interviews  für die Kölnische Rundschau